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Ärztliche Untersuchung für Arbeitnehmer

Ärztliche Untersuchungen sind ein Instrument, um das Wohlbefinden Ihrer Organisation unter die Lupe zu nehmen. Aber müssen all Ihre Arbeitnehmer untersucht werden und in welchen Situationen ist es erforderlich? Der Arbeitsarzt analysiert die Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz und bestimmt, welche Untersuchungen erforderlich sind.  

Medisch onderzoek voor werknemers

Arten ärztlicher Untersuchungen

Wir unterscheiden mehrere Arten ärztlicher Untersuchungen. Welche Art erforderlich ist, hängt von einer Reihe spezifischer Anlässe ab. 

  • Regelmäßige Untersuchung. Arbeitnehmer, die aufgrund ihres Berufes möglicherweise ein Gesundheitsrisiko haben, erhalten (mehrmals) jährlich eine Einladung zu einer obligatorischen ärztlichen Untersuchung. 

  • Bei Einstellung. Arbeitnehmer, die Sie für eine Sicherheitsfunktion, eine Funktion mit erhöhter Wachsamkeit oder für Tätigkeiten mit einem bestimmten Risiko einstellen, müssen sich in der letzten Phase des Einstellungsverfahrens einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. 

  • Bei Wiederaufnahme der Arbeit. Arbeitnehmer, die sich regelmäßig ärztlichen Untersuchungen unterziehen müssen, sind nach einer Abwesenheit von mindestens vier Wochen aufgrund von Krankheit, Unfall oder Entbindung innerhalb von zehn Tagen ärztlich zu untersuchen. 

  • Besuch vor Wiederaufnahme der Arbeit. Bei Arbeitsunfähigkeit kann ein Arbeitnehmer, bevor er die Arbeit wieder aufnimmt, beim Arbeitsarzt eine Untersuchung beantragen. 

  • Spontane Konsultation. Der Arbeitnehmer kann beim Arbeitsarzt eine Untersuchung beantragen, etwa aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden, die laut behandelndem Arzt im Zusammenhang mit der Arbeit stehen. 

  • Mutterschutz. Sie können den Arbeitsarzt bitten, Maßnahmen hinsichtlich geeigneter und gesunder Arbeit vorzuschreiben. Insbesondere, wenn die Arbeit Risiken birgt, die sich auf den Verlauf der Schwangerschaft und das Stillen auswirken können.  

  • Wiedereingliederungsuntersuchung. Nach einer Zeit langer Arbeitsunfähigkeit ist die Wiedereingliederung ins Unternehmen wichtig. Bei einer Untersuchung im Rahmen des Wiedereingliederungsprozesses suchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam nach praktikablen Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung. 

  • Erweiterung der Gesundheitsaufsicht. Für Arbeitnehmer, die im unmittelbaren Umfeld des Arbeitsplatzes von Mitarbeitern beschäftigt sind, die sich regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen unterziehen müssen. 

  • Verlängerte Gesundheitsaufsicht. Arbeitnehmer, die nicht mehr bestimmten Risiken ausgesetzt werden, müssen weiterhin die Gesundheitsüberwachung nutzen können (z. B. wenn sie krebserregenden Substanden ausgesetzt sind). 

Welche Fragen stellt der Arzt?

Bei der Untersuchung prüft der Arzt Elemente, die ihm ermöglichen, das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter zu analysieren. Einige Beispielfragen, die häufig gestellt werden: 

  • Gibt es Signale berufsbedingter Krankheiten, etwa Hörbehinderungen, Allergien, Rücken- oder Atemwegsprobleme? 

  • Ist der Arbeitnehmer fit und gesund genug, um seinen derzeitigen Beruf weiterhin auszuüben? 

  • Ist eine gegebenenfalls vorübergehende Anpassung an die Arbeitssituation erforderlich? Im Falle einer Sicherheitsfunktion oder einer Funktion mit erhöhter Wachsamkeit: Kann der Arbeitnehmer diese Funktion noch ausüben, ohne die Gesundheit und Sicherheit seines Arbeitsumfeldes in Gefahr zu bringen? 

  • Hat der Arbeitnehmer bereits die erforderlichen Schutzimpfungen erhalten? 

Wer muss obligatorisch zur ärztlichen Untersuchung?

Für einige Arbeitnehmer ist eine ärztliche Untersuchung aufgrund der Art ihrer Arbeit obligatorisch. Dabei handelt es sich um: 

  • Arbeitnehmer in einer Sicherheitsfunktion. Sie bedienen Maschinen (etwa Gabelstapler oder Hebekrane), die die Sicherheit und Gesundheit anderer Arbeitnehmer oder von Besuchern in Gefahr bringen können, oder sie tragen eine Waffe. 

Beispiel: Bert ist Wachperson und trägt eine Waffe. Sollte er beispielsweise schwere psychische Probleme haben, stellt das Tragen der Waffe ein Risiko dar. Bert muss, wie andere in einer Sicherheitsfunktion, (mehrmals) jährlich zur ärztlichen Untersuchung. 
  • Arbeitnehmer mit erhöhter Wachsamkeit. Sie beaufsichtigen Anlagen, die bei mangelnder Wachsamkeit die Sicherheit und Gesundheit anderer in Gefahr bringen können. 
Beispiel: Hilde ist Anlagenführerin und steuert per Computer eine Chemieanlage. Dies ist eine Funktion mit erhöhter Wachsamkeit. Für Hilde ist eine regelmäßige Untersuchung obligatorisch. 
  • Nacht- und Schichtarbeiter. 

  • Arbeitnehmer, die ungünstigen klimatischen Umständen ausgesetzt sind. Etwa bei Tiefkühlunternehmen oder Hochöfen. 

  • Jugendliche und Praktikanten am Arbeitsplatz. 

  • Arbeitnehmer, die Tätigkeiten mit einem spezifischen Risiko ausführen. 

Wann liegen Tätigkeiten mit einem spezifischen Risiko vor?

Es bestehen Risiken physischer (Lärm, schädliche Strahlungen usw.), biologischer (Infektion durch Viren, Parasiten) oder chemischer Art (schädlichen Substanzen ausgesetzt). Sie können eventuell auch Risiken hinsichtlich psychosozialer Belastung feststellen, etwa Stress oder Aggressionen. Einige Tätigkeiten können die Ursache für Belastungen ergonomischer Art sein. Denken Sie an das Heben schwerer Lasten oder repetitive Arbeiten am Fließband.