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Lärm und Erschütterungen am Arbeitsplatz

Wenn Mitarbeiter am Arbeitsplatz Lärm ausgesetzt sind, kann dies ihr Gehör vorübergehend oder dauerhaft schädigen. Was sind die Risiken und welche Maßnahmen können Sie als Arbeitgeber ergreifen, um Schäden vorzubeugen?

Risiken von Lärm am Arbeitsplatz

Für Ihre Mitarbeiter kann Lärm Auswirkungen auf die Ausführung ihrer Arbeit haben, aber auch auf den sozialen Alltag. Die Beschwerden treten häufig zunächst vorübergehend auf. Bleibende Hörschäden sind häufig unumkehrbar und bestehen in verschiedenen Formen: Lärmschwerhörigkeit, Lärmtaubheit, Gehörverlust, Tinnitus, Lärmüberempfindlichkeit. 

Zudem kann Lärm weitere körperliche und psychische Probleme verursachen. Denken Sie an Kopfschmerzen, Herzrasen, hohen Blutdruck, Gefäßverengung und Magengeschwüre. 

Lärm kann außerdem Ihre Sicherheit in Gefahr bringen. Mitarbeiter können unter reduzierter Konzentrationsfähigkeit leiden und hören möglicherweise Anweisungen oder Warnungen nicht mehr. Lärm ist auch ermüdend und kann die Arbeitsleistung beeinträchtigen. 

Welche Maßnahmen kann ich als Arbeitgeber ergreifen?

Als Arbeitgeber müssen Sie Ihre Mitarbeiter gegen Lärm schützen. Mithilfe einer Risikoanalyse müssen Sie die Orte und Tätigkeiten inventarisieren, wo diese Gefahr besteht (Lärmkarte), (Präventions-)Maßnahmen ergreifen und deren Wirksamkeit kontrollieren. 

Welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen, hängt vom Schallpegel (in Dezibel) ab, dem Ihre Mitarbeiter ausgesetzt sind.  Die vollständige Liste finden Sie hier.  

Beispiel: Paul repariert Straßenbeleuchtung entlang stark befahrener Verkehrswege.  Ein Schallpegel von 80 dB wurde ermittelt. Sein Arbeitgeber sorgt deshalb für Gesundheitsüberwachung, Aufklärung und Schulung sowie persönliche Schutzausrüstung.

Gehörschutz

Auch wenn Sie gesetzlich noch nicht verpflichtet sind, einen Gehörschutz zu tragen, können Sie bei bestimmter Lärmexposition dennoch Gehörschäden erleiden. Empfehlen Sie Ihren Arbeitnehmern, den Gehörschutz immer zu tragen, wenn sie ihre Stimme erheben müssen, um einander verstehen zu können. 

Kapselgehörschützer dämmen den Schall stärker ein als Gehörschutzstöpsel. Individuell gefertigte Gehörschutzstöpsel, Otoplastiken, sind sehr bequem und bieten einen besseren Gehörschutz als übliche Gehörschutzstöpsel. Schlecht passender, schlecht eingeführter oder schlecht getragener Gehörschutz kann den Dämmeffekt um mehr als die Hälfte verringern. 

Mechanische Erschütterungen

Maschinen übernehmen häufig schwere Arbeiten von Mitarbeitern, sorgen jedoch auch gelegentlich für neue Beschwerden. Erschütterungen von Geräten können Gesundheitsbeschwerden an Rücken, Gelenken und Muskeln verursachen sowie zu Schwindelgefühl, Magen- und Darmbeschwerden, Kreislaufstörungen usw. führen. 

Insbesondere Arbeitnehmer in den Bereichen Bau, Transport, Industrie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft sowie Luft- und Seeschifffahrt sind mechanischen Erschütterungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Denken Sie an das Fahren mit Lastkraftwagen, Gabelstaplern, Erdbewegungs- oder Asphaltierungsmaschinen sowie Traktoren. Oder an die Verwendung von rüttelnden oder stoßenden Handwerkzeugen wie Schleifmaschinen, Kettensägen oder Presslufthämmer. 

Welche Maßnahmen kann ich als Arbeitgeber ergreifen?

Als Arbeitgeber müssen Sie Ihre Mitarbeiter gegen mechanische Erschütterungen schützen. Aus der obligatorischen Risikoanalyseanalyse muss hervorgehen, welche Maßnahmen spezifisch für Ihre Organisation erforderlich sind. Mögliche Maßnahmen sind: 

  • Vorbeugung: Prüfen Sie, ob es unvermeidbar ist, dass der Mitarbeiter Erschütterungen und Stößen ausgesetzt wird. 

  • Sorgfältiger Einkauf: Wählen Sie das Arbeitsmittel (Fahrzeug) mit der geringsten Erschütterung. 

  • Wartung: Kontrollieren Sie regelmäßig den Fahrersitz und ersetzen Sie diesen erforderlichenfalls, stellen Sie die Federung des Sitzes korrekt ein. 

Was kann Liantis für Sie tun?

Die konkret zu ergreifenden Präventionsmaßnahmen hinsichtlich des Schutzes Ihrer Mitarbeiter gegen Lärm und Erschütterungen müssen Sie immer in Rücksprache mit dem zuständigen Gefahrenverhütungsberater ergreifen. Liantis kann Sie bei der Bewertung des Lärmrisikos und durch Vorschläge für zu ergreifende Maßnahmen sowie bei der Durchführung von Schallmessungen, der Erstellung einer Lärmkarte und der Durchführung von Informationsveranstaltungen unterstützen.